Evangelisch-methodistische Kirche
Christuskirche
Frankfurt-Innenstadt
Seminartag am 25. Februar 2012

Die Bibel als Grundlage christlicher Ethik.

 

Wie in vielen anderen Kirchen gilt die Bibel auch in der EmK als Quelle und Richtschnur für Glauben und Leben. Aber was bedeutet das für unser konkretes Handeln und Urteilen? Was bedeutet es insbesondere für strittige Fragen wie Homosexualität oder Ehescheidung, die ganze Kirchen und Gemeinden entzweien?

An unserem Seminartag wollten wir in einem ersten Schritt der grundsätzlichen Frage nach der Relevanz der Bibel für unser ethisches Handeln und Urteilen nachgehen. Wir sahen dabei, dass die Bibel sehr wohl maßgebliche und prägende Bedeutung für christliches Handeln beansprucht. Aber es zeigte sich auch, dass die innere Vielfalt der Bibel und unser kultureller Abstand zur biblischen Zeit es verbieten, einzelne biblische Anweisungen unvermittelt auf unsere Streitfälle anzuwenden. Die Bibel ist kein Gesetzbuch, sondern ein vielfältiges Zeugnis von Gottes Handeln mit den Menschen und seinen Anspruch auf unser Leben, das wir als Einzelne und als Gemeinde fortschreiben sollen.

In einem zweiten Schritt wollten wir uns der schwierigen und umstrittenen Frage des Umgangs mit homosexuell empfindenden Menschen zuwenden. Hier galt es zunächst einmal genau wahrzunehmen, was die Bibel zu diesem Thema eigentlich sagt und was sie nicht sagt und damit verbreitete Missverständnisse auszuräumen. Dann war zu prüfen, in welcher Weise die Bibel uns ethische Leitlinie für diese und andere Fragen (Ehe ohne Trauschein, Wiederverheiratung Geschiedener) sein kann. Abschließend dachten wir darüber nach, wie wir im Geist Christi mit den unterschiedlichen Auffassungen in Kirche und Gemeinde umgehen können.

Referent war Dr. Jörg Barthel, Professor für Altes Testament und Rektor an der Theologischen Hochschule der EmK in Reutlingen.

 

Christuskirche, 25.02.2012

 

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